Elementor vs. Divi 5: Welcher Page Builder passt zu Ihnen?
Elementor 4.0 und Divi 5 wurden beide von Grund auf neu entwickelt. Welcher Page Builder ist der richtige für Ihre WordPress-Website? Ein sachlicher Vergleich.

Zwei der meistgenutzten WordPress Page Builder haben sich in den letzten Monaten grundlegend erneuert: Elementor vs. Divi – das war lange ein vorhersehbarer Vergleich. Heute ist er interessanter denn je, weil beide Seiten echte Neuanfänge gemacht haben. Divi 5 wurde von Elegant Themes komplett von Grund auf neu entwickelt. Elementor 4.0 bringt mit dem Atomic Editor ein neues Design-System, das die langjährigen Schwächen des Tools adressiert.
Welcher der beiden passt besser zu Ihrem Unternehmen? Die Antwort hängt – wie so oft – davon ab, was Sie brauchen. Dieser Beitrag hilft Ihnen dabei, die Entscheidung sachlich zu treffen.
Architektur und technische Basis im Vergleich
Der wichtigste Unterschied liegt unter der Haube. Divi 5 hat sich vollständig vom alten Shortcode-System gelöst und speichert Inhalte jetzt in einem WordPress-nativen Block-Format – ähnlich wie der Gutenberg-Editor. Das reduziert technische Schulden, verbessert die Kompatibilität und schafft eine saubere Grundlage für die nächsten Jahre.
Elementor 4.0 setzt mit dem Atomic Editor auf ein neues Styling-System mit klassen- und variablenbasiertem Design – bleibt dabei aber rückwärtskompatibel mit dem bisherigen System. Bestehende Seiten funktionieren weiter, neue Inhalte profitieren vom modernen Ansatz. Das ist pragmatisch, aber kein vollständiger Neustart.
Fazit Architektur: Wer langfristig auf eine saubere, zukunftssichere Basis setzt, hat mit Divi 5 das radikalere Versprechen. Elementor 4.0 bietet den sanfteren Übergang – was für bestehende Websites ein klarer Vorteil ist.
Performance: Ladezeiten und Core Web Vitals
Beide Builder haben in Sachen Performance deutlich zugelegt – aber die Ausgangspunkte waren unterschiedlich.
Divi 5 zeigt in den offiziellen Benchmarks beeindruckende Werte: 100/100 im Google PageSpeed auf Desktop und Mobile, mit einem Largest Contentful Paint von 0,3 Sekunden (Desktop) bzw. 1,4 Sekunden (Mobile). Das wird durch modulares JavaScript-Laden, automatisches Critical CSS und einen grundlegend neu geschriebenen Code erreicht.
Elementor 4.0 hat ebenfalls optimiert: Die Global Classes werden effizienter ausgeliefert, das DOM wurde schlanker, und die Pro-Version enthält integrierte Tools für Bildkomprimierung und adaptive Ladestrategien. Offizielle PageSpeed-Benchmarks auf dem Niveau von Divi 5 werden von Elementor nicht kommuniziert – in der Praxis zeigen aktuelle Tests deutliche Verbesserungen gegenüber früheren Versionen.
Fazit Performance: Divi 5 hat hier die aggressivere Aussage und kann bei Neuinstallationen sehr gute Werte erreichen. Elementor 4.0 hat aufgeholt, aber der Vorteil liegt bei Divi, wenn Performance das primäre Kriterium ist. Wie wichtig das ist, lesen Sie im Beitrag zu KI-Crawler-Sichtbarkeit und technischer Website-Qualität.
Design-System, Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit
Hier liegen die charakterlichsten Unterschiede der beiden Tools.
Elementor ist seit Jahren für seine Benutzerfreundlichkeit bekannt. Der Drag-and-Drop-Editor ist intuitiv, der Einstieg ist niedrigschwellig, und das Ökosystem an Templates, Add-ons und Drittanbieter-Erweiterungen ist riesig. Mit über 21 Millionen aktiven Websites hat Elementor die größte Community – und damit auch die meisten Tutorials, Foren und fertigen Lösungen.
Das neue Design-System in Version 4.0 bringt globale Klassen und Variablen, die einmal definiert und überall angewendet werden können. Für Agenturen und Entwickler, die viele Projekte mit ähnlichem Branding betreuen, ist das ein spürbarer Effizienzgewinn.
Divi 5 geht in der Design-Kontrolle noch weiter: Der neue Inspector aggregiert Styles über mehrere Elemente, sieben anpassbare Breakpoints ermöglichen feinste Responsive-Kontrolle, und das Command Center erlaubt blitzschnelle Aktionen per Tastatur. Divi bietet dabei auch einen Loop Builder für dynamische Inhalte und einen Layout Builder auf Basis von CSS Grid und Flexbox – Features, die bisher eher im Entwicklerbereich lagen.
Der Divi-Editor ist mächtiger, aber auch komplexer. Wer gerade erst mit WordPress anfängt, findet bei Elementor den einfacheren Einstieg.
Fazit Design: Für maximale Design-Kontrolle und Entwickler-nahe Features liegt Divi 5 vorn. Für schnellen Einstieg und ein riesiges Ökosystem ist Elementor die bessere Wahl. Schauen Sie sich auch unseren Beitrag zu Divi 5 im Detail und zu Elementor 4.0 an.
Kosten und Lizenzmodell
Elementor ist als Basisversion kostenlos im WordPress-Plugin-Verzeichnis verfügbar. Die Pro-Version mit allen Features, Hosting, KI und Domains ist über das neue „Elementor One“-Modell erhältlich. Die genauen Preise variieren je nach Paket – der All-in-One-Ansatz ist für Agenturen interessant, die alles aus einer Hand beziehen wollen.
Divi 5 ist ebenfalls für alle bestehenden Divi-Mitglieder kostenlos verfügbar – wer bereits eine Divi-Lizenz hat, bekommt das Upgrade ohne Aufpreis. Für Neukunden ist Divi über eine Jahres- oder Lifetime-Lizenz bei Elegant Themes erhältlich. Divi AI und weitere Premium-Dienste sind optional zubuchbar.
Fazit Kosten: Wer Divi bereits nutzt, hat keinen Grund zu wechseln – der Upgrade ist kostenlos und lohnt sich. Wer neu einsteigt, sollte die Gesamtkosten beider Ökosysteme vergleichen.
Fazit: Welcher Builder ist der richtige für Sie?
Es gibt keine universelle Antwort – aber es gibt klare Profile:
Elementor 4.0 empfiehlt sich, wenn Sie bereits Elementor nutzen, einen sanften Übergang bevorzugen, vom großen Ökosystem und der Community profitieren wollen oder einen einfachen Einstieg für Ihr Team brauchen.
Divi 5 empfiehlt sich, wenn Sie maximale Design-Kontrolle und Performance anstreben, ohnehin eine Divi-Lizenz haben, auf eine langfristig sauberere technische Basis setzen wollen oder viele Projekte mit ähnlichem Branding betreuen.
In beiden Fällen gilt: Die Wahl des Builders ist nur ein Teil der Gleichung. Entscheidend ist, wie gut das Tool zu Ihrem Workflow, Ihrem Team und Ihren Zielen passt. Wenn Sie unsicher sind, welcher Ansatz für Ihre Website der richtige ist, sprechen Sie gern mit mir – ich helfe Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen.